Fehler gefunden?

Rezensionen

»In der Geschichte der Philosophie nimmt Cusanus’ Werk,
das zugleich die letzte eigenwüchsige Synthese mittelalterlicher Weisheit
und die gedankliche Grundlegung der großen Systeme der beginnenden Renaissance
und der neueren Zeit darstellt, eine epochemachende Stellung ein.«
Raymond Klibansky

 

Echo der Rezensionen

Die bislang erschienen Bände der Acta Cusana haben eine sehr positive Aufnahme in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit gefunden. So bezeichnete Hartmut Boockmann die Acta Cusana als ein „fundamentales Quellenwerk zur Geschichte des 15. Jahrhunderts“ (in: Historische Zeitschrift 243 (1986), S. 188-190, hier 199; vgl. ders., in: HZ 266 (1998), S. 491-493) und lobte auch die Druckgestaltung als „exzellent“ (in: HZ 227 (1978), S. 677-680, hier 680). Morimichi Watanabe sprach von einem „milestone in the advancement of Cusanus research in the post World-War II period“ (in: Mitteilungen und Forschungsbeiträge der Cusanus-Gesellschaft 17 (1986), S. 263). Das Werk sei „destined to become an indispensable tool and reference work for Cusanus research for many years to come“ (ebd. 266). „Die Acta Cusana sind nicht nur ein unverzichtbares Arbeitsinstrument für die Cusanus-Forschung“, so Enno Bünz, „sie sind darüber hinaus ein Quellenwerk, das für die Spätmittelalterforschung insgesamt von hoher Bedeutung ist.“ (in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 55 (2005), S. 237-248). Gabriele Neusius bemerkte zum Erscheinen des Registerbandes I 4: „Alle, die schon seit vielen Jahren die Quellensammlung als unerschöpfliche Fundgrube zu allen Aspekten der Lebensgeschichte des Cusanus bis 1452 nutzen [...], werden die Erleichterung ihrer Arbeit besonders zu schätzen wissen.“ und fügt hinzu: „Bleibt nur zu hoffen, daß die noch ausstehenden Bände II und III nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen“ (in: Litterae Cusanae 2 (2002) 82). In einer kürzlich erschienenen Rezension würdigt Thomas M. Izbicki umfassend die Bedeutung der Acta Cusana als „a singularly useful project“, lobt die durch Band II, 1 greifbare Fortsetzung des Projekts und hebt dabei besonders die „monumental thoroughness of the new editors“ hervor (in: The Catholic Historical Review 99 (2013), S. 553-557, zit. 554 und 556).

Bericht zur Editionsgeschichte im Tagesspiegel

Schriftensammlung zu Nikolaus von Kues. Zwei Forscherleben für einen großen Schatz
Jahrzehntelang haben zwei Forscher Schriften des mittelalterlichen Denkers Nikolaus von Kues gesammelt, nun werden die Zettelkästen übergeben. Zeit, einen großen Schatz zu würdigen. ... weiterlesen auf tagesspiegel.de

Zu Band I

Mit dieser umfangreichen Sammlung, die mit der vorliegenden Lieferung ohne qualitative Abstriche fortgeführt wird, bleibt Nikolaus von Kues einer der am besten dokumentierten gelehrten und Kirchenpolitiker seiner Zeit.
Zeitschrift für Kirchengemeinde (125. Band, 2014-3)

What makes the Acta Cusana I/1-3 distinguished and outstanding is that the editor has not only collected pertinent materials and documents diligently and thoroughly but also presented the collected materials with critical apparatus and comments. […] It is only when the reader of the fascicles begins to examine, analyse and scrutinize each item carefully that the amount of time, energy and dedication and the depth of knowledge and scholarship that were dedicated to the preparations and production of this project can be appreciated.
American Cusanus Society Newsletter (Vol XIV/1-1997)

Dieses weitgesteckte Programm, das auch die Aufmerksamkeit der nicht unmittelbar an der Philosophiegeschichte Interessierten, das Interesse des historischen Publikums überhaupt verdient, wird in der jetzt vorliegenden 1. Lieferung, um es sofort zu sagen, vorbildlich ausgeführt. Die schwierige Frage, was unverkürzt, was als Regest, was als Aktenbericht abgedruckt werden sollte, ist mit Takt und Augenmaß gelöst. Das Schema der Präsentation der Nachrichten ist wohlüberlegt, klar, flexibel genug und vorzüglich angewandt. [...] Gespannt und mit Ungeduld jedenfalls erwarten wir die zügige Fortsetzung dieses wichtigen Unternehmens, zu dem man der Heidelberger Akademie und dem Herausgeber nur dankbar gratulieren kann.
Mittellateinisches Jahrbuch (Bd. 14, 1980)

These first two installments are simply astonishing in the wealth of material they assemble, in the brilliance of their critical precision, and in the flawless accuracy of their presentation. If any fault can be suggested, it is in the almost tediously overwhelming mass of everyday 'administrativia'. But even in this respect the volumes would seem to be unique in the completeness of their documentation of the life of a late-medieval personality. [...] We are thus enabled to get a sense of the 'Sitz im Leben' of each of Nicholas' treatises, as well as a closeup view of the man himself. The 'real' Nicholas is not only the contemplative idealist of the 'De docta ignorantia' or even the conciliarist reformer of the 'De concordantia catholica'. He is also the cagey benefice hustler and the aggressive advocate portrayed in the acta.
Theological Studies (1985)

Die Edition hat mit der nun vorliegenden Doppel-Lieferung (I/3a/b; tatsächlich sind es zwei umfangreiche Bände) gewiß ihren Höhepunkt erreicht. Die eineinviertel Jahre, die dokumentiert werden, waren sicherlich die Zeit, in der Nikolaus von Kues am stärksten auf seine Umwelt einwirkte.
Viele Texte waren zuvor schon bekannt, ediert oder doch erwähnt. Der Rang dieser Legationsreise wurde nie verkannt. Nun sind diese Zeugnisse zusammengefügt und um eine stattliche Zahl neuer Funde vermehrt. Die bisher zerstreut zugänglichen Texte ergeben zusammen mit den nun erst bekanntgemachten ein einzigartiges Panorama - einerseits eine Art Durchgang durch das damalige Reich, andererseits die Materien, die der Kardinal von Tag zu Tag zu bedenken hatte, woraus sich abermals die Möglichkeit ergibt, der damaligen Zustände ansichtig zu werden, der Fragen, auf die der Legat antworten sollte, der Probleme, deren Lösung man von ihm erhoffte, aber auch der Widerstände, auf die er stieß.
Historische Zeitschrift (1998)

Zu Band II

Man wird schon jetzt festhalten können, dass mit der Vollendung des zweiten Bandes der „Acta Cusana“ die wohl umfassendste und gründlichste Dokumentation der Amtszeit eines spätmittelalterlichen Reichsbischofs vorliegen wird.
Enno Bünz, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 66 (2016), S. 170f.

Die 'Quellen zur Lebensgeschichte des Nikolaus von Kues' bilden eine ideale und wichtige biografische Ergänzung zum bereits vollkommen edierten philosophisch-theologischen Gesamtwerk, den Opera omnia des Cusanus. Man darf deshalb auf die weiteren geplanten Lieferungen gespannt sein.
Münchener Theologische Zeitschrift 65/ (2014)

Although Acta Cusana is not yet complete, the latest volume covering the period April 1, 1452, to May 29, 1453 offers an occasion for assessing the current state of a singularly useful project. Few historical figures have had the good fortune of having the most important sources for the study of their life’s progress so thoroughly documented.
The Catholic Historical Review 99 (2013).

Nach dem Abschluss des ersten Bandes, der den Zeitraum von 1401 bis März 1452 dokumentiert, in dem unter anderem die ersten Jahre des Cusanus, seine Tätigkeiten am Basler Konzil und seine Legation in das Deutsche Reich in großem Detailreichtum erschlossen wurden, bestehen hohe Erwartungen an die Fortführung dieses Unternehmens durch die neuen Herausgeber Johannes Helmrath und Thomas Woelki, die sie durchaus erfüllen.
Editionen in der Kritik 7 (2014).

Mit dieser ersten Lieferung des 2. Bandes wird die bewährte und zurecht viel gelobte Edition der , Acta Cusana‘ mit gleicher Sorgfalt und Genauigkeit fortgesetzt. Bewundernswert ist nach wie vor die enorme Forschungsleistung, die mit Meuthen und Hallauer begonnen und nun von Helmrath und Woelki weitergeführt wird.
Zeitschrift für Kirchengeschichte 125 (2014)

Ein monumentales Langzeitunternehmen legt nach einer mehr als zehnjährigen Pause ein eindrucksvolles Teilergebnis vor.
Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 122 (2014)

Auch für die Rechtsgeschichte hält das Gesamtunternehmen hochwichtige Quellen aus erster Hand bereit und erschließt eine reiche archivalische Überlieferung, die Vieles aus dem bunten Leben des 15. Jhs. nicht allein illustrieren, sondern konkret und farbig beleuchten, bisweilen gar allererst sichtbar machen kann. Dem Werk ist eine weite Verbreitung und intensive Nutzung sicher.
Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Kanonistische Abteilung 100 (2014)

Il primo volume era stato curato da Hermann Hallauer ed Erich Meuthen, mentre questo secondo si è potuto giovare del lavoro esperto di Johannes Helmrath e Thomas Woelki, che hanno completato il lascito dei precedenti curatori e preparato il volume per la stampa per i tipi di Felix Meiner, ad Amburgo.
Cristianesimo nella storia 36 (2015)

"... die Informationen zu den einzelnen Nummern sind präzise und ermöglichen dem einigermaßen mit der Materie Vertrauten eine kontinuierliche Lektüre der Acta, ohne dass die Notwendigkeit bestünde, weitere Literatur zu konsultieren. [...] Durch die Akribie der Herausgeber und Bearbeiter dieses Faszikels werden die Leser jedenfalls reich beschenkt, viel reicher als in einer Rezension dargelegt werden kann."
Band 34 der Mitteilungen und Forschungsbeiträge der Cusanus-Gesellschaft, Walter Andreas Euler

"Der neue Faszikel der Acta Cusanus ist sorgfältig ediert und kommentiert. Auch er verdient wieder das Prädikat einer mustergültigen Edition, die nicht nur der Cusanus-Forschung, sondern der ganzen interdisziplinären Forschung zum 15. Jahrhundert in allen Disziplinen ein wertvolles Arbeitsmittel sein wird. Man kann sich nur freuen, dass die Acta Cusana nach Meuthen und Hallauer, auch für sie als frühere Herausgeber, so weitergeführt werden."
Harald Schwaetzer in Coincidentia 2/2016

Zu Band II,2

"Eine sehr saubere, umfangreiche und mühevolle Arbeit ist hier zu einem vorläufigen Abschluss gekommen. Sie enthält viel Material zur Lebensgeschichte des Nikolaus und zu seinem Umfeld sowie zu seiner Theologie, zur Reichsgeschichte und zur Frömmigkeit des späten Mittelalters."
Karl-Hermann Kandler in Theologische Literaturzeitung 141/2016/9